Der PresseKlub Schleswig-Holstein hat am Mittwoch sein 75-jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung in den renovierten Räumen der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek im Sartori-Speicher in Kiel gefeiert. Rund 120 Mitglieder und Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Landtagspräsidentin Kristina Herbst.
Im Mittelpunkt des Abends stand nicht nur der Rückblick auf eine bewegte Vereinsgeschichte, sondern auch der Blick nach vorn. Mit dem Jubiläum vollzieht der Verein einen wichtigen Schritt: Aus dem Kieler Presse-Klub e. V. wird künftig der PresseKlub Schleswig-Holstein. Den entsprechenden Beschluss hatten die Mitglieder bereits im März gefasst. Der neue Name unterstreicht den Anspruch, als Netzwerk für Journalistinnen und Journalisten sowie Kommunikationsverantwortliche im gesamten Land präsent zu sein.
Den inhaltlichen Impuls des Abends setzte Journalist Luc Walpot mit seinem Festvortrag „Unter Druck – unabhängiger Journalismus in Zeiten von Populismus, KI und Oligarchen“. Er beleuchtete die Herausforderungen für freien und unabhängigen Journalismus und machte deutlich, wie wichtig der offene Austausch innerhalb eines starken Presseklubs gerade in Zeiten gesellschaftlicher und medialer Veränderungen ist.
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war der Wechsel an der Spitze des Vereins. Nach fast vier Jahrzehnten als Vorsitzender übergab Reinhardt Hassenstein die Verantwortung an seine Nachfolgerin Gyde Opitz. Gemeinsam mit dem neuen stellvertretenden Vorsitzenden Tobias Hochscherf und dem neu gewählten Vorstand wird sie die zukünftige Ausrichtung des PresseKlubs gestalten. Die inhaltlichen Schwerpunkte sollen im Rahmen eines Vorstandsworkshops im Herbst entwickelt werden.
Reinhardt Hassenstein prägte den Klub seit 1988 maßgeblich. In Würdigung seines langjährigen Engagements wählten ihn die Mitglieder zum Ehrenpräsidenten.
Auch künftig wird der PresseKlub Schleswig-Holstein die Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreise gemeinsam mit der Stiftung des Klubs und dem DJV Nord verleihen. Darüber hinaus wird die Dokumentation der Pressegeschichte Schleswig-Holsteins fortgesetzt. Der vierte und vorerst letzte Band der Publikationsreihe befindet sich derzeit in Arbeit und soll voraussichtlich 2027/2028 erscheinen.
Mit seinem neuen Namen und einem erweiterten Vorstand, dem künftig auch Mitglieder aus Lübeck und Flensburg angehören, setzt der PresseKlub Schleswig-Holstein ein deutliches Zeichen für seine landesweite Ausrichtung. Der Verein möchte auch in Zukunft eine Plattform für unabhängigen Journalismus, fachlichen Austausch und die Vernetzung von Medienschaffenden in Schleswig-Holstein sein.
Fotos: Julia Petersen








